Mangelnde Vorbereitung auf Hurrikane 2017: Leitende Finanzmanager räumen Versäumnis ein

Laut einer Umfrage von FM Global planen mehr als zwei Drittel der befragten US-Unternehmen nun, ihr Risikomanagement zu optimieren

Elementarrisiken, Risikomanagement

FRANKFURT AM MAIN / JOHNSTON, R.I., USA. – Die Hurrikansaison 2017 hatte nicht nur für die Bevölkerung von Texas, Florida und Puerto Rico katastrophale Folgen. Auch große dort ansässige Firmen mussten sich mit den Auswirkungen der Wirbelstürme Harvey, Irma und Maria auseinandersetzen. Für die leitenden Finanzmanager zahlreicher Unternehmen war dies ein Weckruf in Sachen Risikomanagement. Das ergab eine Führungskräftebefragung von Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 1 Milliarde US-Dollar im Auftrag von FM Global, einem der weltweit führenden Industriesachversicherer.

Das Marktforschungsinstitut ORC International führte im Oktober und November 2017 eine telefonische Befragung von 101 leitenden Finanzmanagern von Fortune-1000-Unternehmen durch.

Aus der Befragung ergibt sich folgendes Bild:

„Menschen erkennen das Ausmaß potenzieller Risiken häufig erst dann, wenn sie selbst betroffen sind“, sagt Dr. Louis Gritzo, Vice President, Manager of Research bei FM Global. „Das hat uns die Hurrikansaison 2017 nochmal deutlich vor Augen geführt.“

Nach den Hurrikanen Harvey, Irma und Maria

 

Gründe für die mangelnde Prävention

Dr. Louis Gritzo gibt drei Hauptgründe für die unzureichende Vorbereitung auf Elementarrisiken an. Einer sei die ungenaue und häufig missverstandene Terminologie: So bedeutet beispielsweise die Lage in einer „100-jährlichen Hochwasserzone“ nicht, dass einmal in hundert Jahren ein Hochwasser auftritt und die weiteren 99 Jahre für Planung und Vorbereitung aufgewendet werden können. Vielmehr liegt das Risiko für ein Jahrhunderthochwasser jedes Jahr bei einem Prozent.

Hinzu komme das Risiko, dass Unternehmen sich in zu hohem Maße auf ihre Versicherungen verlassen. Diese können jedoch weder Marktanteil, Markenwert noch Shareholder Value wiederherstellen, die während einer akuten Krise an einen Konkurrenten verloren gegangen sein können. Als dritten Grund nennt Gritzo die vollständige Risikoverleugnung.

FM Global ist davon überzeugt, dass die Mehrzahl an Sachschäden vermieden werden kann, und unterstützt seine Kunden bei der Stärkung der Unternehmensresilienz, sodass Schäden gar nicht mehr eintreten oder weitestgehend minimiert werden können.

 

FM Global

FM Global (www.fmglobal.de) ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit einem Bruttoprämienbestand von 5,4 Milliarden US-Dollar. Seit über 180 Jahren bietet FM Global Industrieunternehmen kosteneffiziente Sachversicherungskonzepte und Engineering Solutions, die darauf ausgerichtet sind, die betriebsspezifischen Risiken des Kunden zu minimieren und Schäden zu vermeiden. Über seinen Standort in Frankfurt am Main betreut FM Global seine deutschen Industriekunden sowie weitere internationale Großkunden mit Niederlassungen in Deutschland.